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Meine Mutti-Mutation: so habe ich mich als Mama verändert

Die liebe Frida von 2kindchaos hat zu einer Blogparade aufgerufen und da habe ich mir gedacht, dass dieses Thema für mich sehr aktuell und wichtig ist. Habe ich mich als Mama verändert? Natürlich verändere ich mich ständig, mein ganzes Leben lang, aber nichts hat mich mehr verändert, als meine Kinder…

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Zieländerung

Ich bin ja eine ziemlich junge Mutter und ich bin mit Erik schwanger während meines Masterstudiums in China geworden. Ich habe früher immer ein Ziel gehabt. Immer. Ein perfekter Schulabschluss, ein Bachelor-Diplom, Stipendium im Ausland… Und ich habe das immer erreicht, was ich wollte. Nach der Geburt von Erik habe ich noch 1 Jahr weiter studiert. Aber dann war der Vertrag meines Mannes in China zu Ende. Und ich habe die Wahl gehabt zwischen meinem Studium und meiner Familie. Und plötzlich war alles unwichtig…

Erst nach 3 Jahren, als ich endlich mal eine Nacht durchgeschlafen habe, habe ich verstanden, dass mein Leben an mir vorbei läuft. Mein einziges Ziel in Leben war, dass meine Kinder glücklich sind. Und ich habe komplett vergessen, was ich eigentlich für mich selber will. Ich habe ohne meinen Kindern nicht existiert. Dann habe ich diesen Blog gegründet, angefangen Sport zu machen und mich weiterzubilden. Ich schlüpfte aus meinen Mama-Kokon. Meine Kinder sind für mich natürlich immer noch Priorität Nummer Eins, aber es gibt ein anderes Teil meines Lebens, ohne Kinder. Es ist das, was ich für mich mache. Aber es war ein langer Weg für mich.

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Freiheit

Meine beste Freundin hat sich letzte Woche mit ihrem Freund verlobt. Irgenwie sind wir auch zum Thema Kinder bei unserem Skype-Gespräch gekommen und sie hat gesagt, dass sie noch nicht bereit ist ihre Freiheit zu verlieren mal rauszugehen oder ein Glas Wein beim Abendessen zu trinken… Aber eigentlich verliert man viel mehr Freiheit und nämlich die komplette Freiheit, die man hat. Ich darf nicht schlafen oder essen, wenn ich will. Vor allem am Anfang habe ich kaum Zeit für mich gehabt. Das was ich kaufe, was ich esse, wohin ich gehe, ist immer von Kindern bestimmt.

Anstatt ein schönes Buch zu lesen, mache ich ein Berg Wäsche. Statt High Heels ziehe ich lieber meine Nikes, weil ich eh meine Zeit auf dem Spielplatz verbringe. Und sogar wenn wir mal kinderfrei haben und ich sitze in einem Lounge-Bar mit meiner Piña Colada nach 4 Jahren Schwangerschaft und Stillzeit, kann ich es trotzdem nicht genießen, weil ich über meine Kinder denke. Um 22 Uhr werde ich auch ganz müde, weil ich ja davor 3 Stunden  auf dem Spielplatz war:) Freiheit mit Kindern existiert nicht!!!

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Schuldgefühle

Über meine Mutter-Schuldgefühle habe ich schon mal geschrieben. Ich möchte für meine Kinder nur das Beste und ich bin sehr traurig und von mir selbst enttäuscht, wenn ich das nicht kann. Ich will mit meinen Kindern mehr an einem Tag machen. Manchmal muss ich mit meinen Kindern schimpfen und ich fühle mich schuldig, wemn sie deswegen weinen. Wenn meine Kinder erkältet sind, habe ich dann auch nicht aufgepasst… Man hat diese Schuldgefühle, weil man ganz viel Verantwortung hat. Jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde sind wir für unsere Kinder verantwortlich und bestimmen ihre Zukunft. Das Gefühl sitzt ganz tief in meinen Kopf und hat mich sehr verändert. Aber meine Schuldgefühle helfen mir auch eine bessere Mama zu sein, mich und mein Tag zu organisieren.

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Und wie sieht es bei euch aus? Wie habt ihr euch als Eltern verändert?

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1 Kommentar

  1. 18. Oktober 2016 / 20:48

    Liebe Lisa,

    ich wünsche dir echt das du diese falschen Schuldgefühle ignorieren lernst. Kinder werden halt mal krank, das gehört dazu. Und Eltern werden auch mal laut, das gehört auch dazu und irgendwo habe ich letztens gelesen (doof jetzt fällt mir die Quelle nicht mehr ein) dass Eltern auch Emotionen wie Wut zeigen müssen, damit Kinder Emotionen kennenlernen und deuten können. Wenn wir immer nur kontrolliert sind, was lernen dann unsere Kinder? Besser ist es mit ihnen direkt über diese Emotionen zu sprechen 🙂 wenn wir mal einen Ausraster haben.

    Liebe Grüße
    Ella

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